Theologiestudium in Wittenberg 1628-1642

Es war die Zeit des Dreißigjährigen Krieges. König Gustav Adolf von Schweden verschonte zwar Wittenberg als Ausgangsort der Reformation. So war auch Gräfenhainichen, der Heimatort Paul Gerhardt´s, durch den Krieg verwüstet und sein Elternhaus bis auf die Grundmauern niedergebrannt.

Die Universität von Wittenberg war im 16. und 17.Jahrhundert ein europaweit bekanntes Zentrum der Geisteswissenschaften mit besonderer Pflege lutherischer Theologie. Im Theologiestudium wurde besonders Wert gelegt auf Polemik, Dogmatik, Rhetorik und Poetik.

 

Am 2. Januar 1628 schrieb sich Paul Gerhardt in die Universitätsmatrikel ein. Während seiner Studienzeit wurde das dichterische Schaffen Paul Gerhardt´s maßgeblich durch die Professoren Buchner und Röber haben beeinflußt. Beide hatten sich besonders um die deutsche Sprache verdient gemacht. Fast 14 Jahre blieb Paul Gerhardt in der Universitätsstadt und verdiente nach dem Studium seinen Lebensunterhalt als Hauslehrer.

In den Kriegsjahren war es für Pfarrer schwer eine Anstellung zu bekommen. Die meisten Gemeinden waren verarmt und konnten sich keinen Pfarrer leisten.